Gesellschaftliche Entwicklungen, Rechtspopulismus und wie man darauf reagieren sollte
Vollversammlung des Diözesankomitees spricht sich gegen Rechtspopulismus und aktuelle Abschiebepraxis der Bundesregierung aus

Gesellschaftliche Entwicklungen, Rechtspopulismus und wie man darauf reagieren sollte

17./18.02.2017. In der letzten Vollversammlung des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn arbeiteten dessen 53 Mitglieder intensiv zu den derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Themen Integration und Rechtspopulismus. Referent Dr. Andreas Fisch vom Sozialinstitut „Kommende“ Dortmund zeigte dazu Hintergründe auf. Mögliche Reaktionen auf der Grundlage von christlichen Leitbildern wurden von der Versammlung intensiv thematisiert.

Dr. Fisch, Sozialinstitut Kommende Dortmund
Foto: A. Kaufmann

Inhaltlich wurden Ergebnisse zur Vorbereitung der Landtags- und Bundestagswahlen vorgestellt. Zu dem diesjährigen Wahlmarathon gehören für die Vertretung der katholischen Laien aus den Pfarrgemeinderäten, Erwachsenen- und Jugendverbänden sowie den caritativen Fachverbänden auch die Vorbereitung und Durchführung der Pfarrgemeinderatswahlen. Diese werden in Kooperation und unter Federführung des Erzbischöflichen Generalvikariates im November dieses Jahres durchgeführt.

Inhaltliche Arbeit während der Vollversammlung
Foto: A. Kaufmann

Weiterhin beschloss die Vollversammlung einstimmig den Antrag zum Thema „Finanzierung der überdiözesanen Aufgaben der Verbände und Einrichtungen“.

Das Diözesankomitee sieht mit großer Sorge die zunehmende Reduzierung oder gar Streichung der Finanzierung der überdiözesanen Aufgaben und befürchtet eine Schwächung der bundesweiten gesellschaftspolitischen Relevanz der katholischen Kirche, die in besonderer Weise durch die vielfältigen verbandlichen Aktivitäten sichtbar wird. Das Diözesankomitee bittet konkret die Deutsche Bischofskonferenz und die verantwortlichen Mitglieder des Verbandes der Diözesen Deutschlands, die geplante Streichung der finanziellen Unterstützung für die pax christi Bewegung zurückzunehmen. 

Teilnehmer der Vollversammlung im Februar 2017
Foto: A. Kaufmann

In einem weiteren Antrag sprach sich die Versammlung ebenfalls einstimmig für die Verurteilung der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan aus. Es wendet sich gegen die aktuelle Einstufung dieses Landes als „sicheres Herkunftsland“ und fordert die Landes- und Bundesregierung auf, diese Praxis zu stoppen.


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