Aktuelles
Baustelle Gerechtigkeit
Beteiligung beim Katholikentag 2006 in Saarbrücken

Betreten der Baustelle erwünscht
 
Stand des Diözesankomitees beim Katholikentag in Saarbrücken
 
„Baustelle Kirche: Betreten erwünscht“ – diesen Zettel heftete ein Jugendlicher an eine Holzwand auf  dem Stand des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn beim diesjährigen Katholikentag in Saarbrücken. Unter das Motto „Baustelle Gerechtigkeit“ hatte die Paderborner Laienvertretung die Standgestaltung in der Messehalle der Bistümer und Räte gestellt und damit das Katholikentagsleitwort „Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht“ aufgegriffen. 
 

Durchblick

 

 

 

 

 

Neugierig traten Standbesucher und –besucherinnen näher, um durch  die mit kleinen Öffnungen im Baustellenzaun zu sehen, die dann den Blick auf verschiedene „Baustellen Gerechtigkeit“ freigaben. Aus dem Rahmen fielen die Standgestaltung sowie die auffällige, schon von weitem sichtbare Dienstkleidung des Baustellenteams. In orangefarbenen Warnwesten gaben die Mitglieder des Diözesankomitees weitere Informationen zu den acht Themenbereichen, die durch die Bauzaunlöcher sichtbar wurden und bei denen sich Christen für Gerechtigkeit bereits einsetzen oder verstärkt engagieren sollen.

 So konnte man zum Beispiel eine rote Karte mit der Aufschrift „Abpfiff für den Frauenhandel“ entdecken, die auf die Problematik der Zwangsprostitution hinwies. „Es ist eine große Ungerechtigkeit und eine unerträgliche Situation für die Frauen, die in großem Umfang zur Prostitution gerade im Zusammenhang mit der Fußball-WM gezwungen werden. Als Christen und Christinnen müssen wir uns zu Wort melden“ so die Vorsitzende des Diözesankomitees Barbara Funke.

 

Eine lange Tradition setzt das Diözesankomitee in Nachfolge des ehemaligen Diözesantages mit dem Wettbewerb „Solidarisch leben in Gottes Schöpfung“ fort. Beim Katholikentag wurde der aktuelle Preisträger

vorgestellt, der sich im Bereich der entwicklungspolitischen Arbeit seit Jahrzehnten erfolgreich engagiert. Die KLJB im Erzbistum Paderborn wurde am Jahresanfang für die Vorbereitung und Durchführung der Aktion Minibrot und der Partnerschaftsarbeit mit der Landjugend in Sambia mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Dr. Peter Witte, Sprecher des Arbeitskreises „Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung“, erläutert: „Solche Beispiele ermutigen uns, die Fragen weltweiter Gerechtigkeit weiterhin engagiert zu bearbeiten und durch konkretes Handeln zu unterstützen.’“
 

Durch die während des Katholikentages beklebte Baustellenwand wurde deutlich, dass diese Frage den Menschen ein Anliegen ist. Besucher und Besucherinnen konnten unter Vorfahrts- und Stoppschildern Themen aufschreiben, die Vorfahrt haben oder die gestoppt werden sollen.

Standbesucher beziehen Stellung: Vorfahrt für...

So wurden mehrfach Vorfahrt für den fairen Handel, für Gerechtigkeit oder aber auch Ökumene gefordert.  Rassismus und Fremdenfeindlichkeit waren besonders häufig genannte Schlagworte, die an das Stoppschild geheftet wurden.
 

 

 

 

 

Ein anderes Thema am Stand war die Rolle von Laien in der Kirche. Hans-Georg Hunstig, Vorsitzender des Diözesankomitees, und Ansgar Kaufmann, Sprecher des Arbeitskreises „Pastoral“, wiesen in diesem Zusammenhang auf das kürzlich beschlossene Arbeitsprogramm hin, in dem sich das Diözesankomitee für eine Förderung einer von Laien verantworteten Liturgie einsetzt.
 
Eine erfolgreiche Kooperation ging das Diözesankomitee bei der Standgestaltung mit dem Erzbistum Paderborn ein, das unter dem Motto „Unser Glaube prägt“ besonders auch die Partnerschaft mit dem Bistum Le Mans präsentierte. In einem gemeinsamen Begegnungsbereich wurden beide Stände verbunden und Katholikentagsgäste gemeinsam bewirtet.

Ruhepause und Begegnung

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Bilder vom Stand des Diözesankomitees:

Zu Gast: Weihbischof Manfred Grothe

 

  

H.G. Hunstig, Msgr. Dornseifer, Weihbischof Grothe
 
Baustellenteam: Matthias Schmidt, Karin Stieneke, Clemens Huerkamp
Zu Gast: Bischof Franz-Josef Bode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 


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