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"Entdecke, was zählt! - Gerechtigkeit braucht Bildung"
Große Resonanz bei der Podiumsveranstaltung im Rahmen der Eröffnung der MISEREOR-Fastenaktion 2007

Bildungsgerechtigkeit weltweit und in Deutschland

 

v.l.:Dr.Martin Bröckelmann-Simon, Francis Artul Sarker, Weihbischof Dr. Wiesemann, Liz Mohn, Regina Schafmeister, Barbara Funke
Paderborn, 23. Februar 2007. „Gerechtigkeit braucht Bildung“ lautete das Thema der prominent besetzten Podiumsveranstaltung, die am Freitag im Paderborner Hotel Aspethera stattfand. Anlass war die bundesweite Eröffnung der Misereor-Fastenaktion im Paderborner Dom am 25. Februar. Mit dem Thema griff die Veranstaltung das Anliegen auf, das Misereor ins Zentrum seiner diesjährigen Fastenaktion gestellt hat: das Recht aller Menschen auf Bildung. Veranstalter waren das Erzbistum Paderborn, das Diözesankomitee, die Stiftung Kolpingforum und Misereor.

In der Begrüßung brachte Barbara Funke, Vorsitzende des Diözesankomitees, die Bedeutung

Barbara Funke, Vorsitzende des Diözesankomitees
des Themas auf den Punkt: „Wir beschäftigen uns im Rahmen dieser Veranstaltung also mit der Herausforderung unseres Jahrhunderts“. Regina Schafmeister sagte in ihren Begrüßungsworten:Gerechtigkeit braucht Bildung ist ein entwicklungspolitisches Thema, ein Thema der Länder des Südens, es ist aber auch unser Thema hier vor Ort.“ Daher begleitete die Podiumsdiskussion auch eine Ausstellung von Bildungsträgern aus unserer Region.

 

Für ein Eingangsstatement war Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann-Stiftung, nach Paderborn gekommen. Sie stellte unter anderem die Ergebnisse einer neuen Studie vorstellen, die die Bertelsmann-Stiftung zum Thema „Bildung in der Bundesrepublik Deutschland“ durchgeführt hat.

Die Moderation der Podiumsrunde übernahm Dr. Tanja Busse, Hamburg
An der Podiumsdiskussion beteiligten sich außerdem Dr. Martin Bröckelmann-Simon, Misereor-Geschäftsführer für internationale Zusammenarbeit, der Paderborner Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Francis Artul Sarker, Caritas-Mitarbeiter aus Bangladesch. Die Moderation übernahm die Autorin und Moderatorin Dr. Tanja Busse aus Hamburg. Die Anwälte des Publikums, Silke Otte und Michael Mendelin, sammelten die Fragen aus den Reihen der zahlreichen Gäste im Saal des Hotels Aspethera. Die Situation für die Arbeit von Hilfswerken in überwiegend muslimisch geprägten Ländern wie Bangladesh interessierte das Publikum ebenso wie die Frage, wie in der Priesterausbildung die Fragen nach weltweiter Gerechtigkeit und entsprechender Konsequenzen für die Arbeit in der Gemeinde Eingang finden.
Aber auch die Rolle der Politik spielte in der Diskussion mit den Podiumsgästen eine wichtige Rolle.

 

Dass Bildungsgerechtigkeit nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in Deutschland ein Thema ist, verdeutlichte eine Ausstellung, die zu Beginn der Veranstaltung präsentiert worden ist. Bildungseinrichtungen aus der Region stellen hier ihre Arbeit mit Familien und Jugendlichen, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung vor. So beteiligten sich: Stiftung Kolpingforum, Kath. Landjugendbewegung, Kath. Junge Gemeinde, DPSG, Welthaus Bielefeld, Kath. Bildungsstätte Paderborn sowie Misereor. Das Diözesankomitee stellte seine Aktion „zugespitzt“ vor, die das Thema Bildung in besonderer Weise aufgreift.

 

Stephanie Günnewich und Dr. Peter Witte starten den 11. Schöpfungspreis
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Wettbewerb „Solidarisch leben in Gottes Schöpfung“ gestartet, der vom Diözesankomitee in diesem Jahr zum elften Mal ausgeschrieben wird. Diesmal sollen mit dem Wettbewerb insbesondere Gruppen und Organisationen ausgezeichnet werden, die sich mit dem Thema Bildung und Gerechtigkeit in der Einen Welt befassen. Dr. Peter Witte, Sprecher des Arbeitskreises „Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung“ und Stephanie Günnewich, Vorstandsmitglied, stellten den Wettbewerb vor und luden zur breiten Beteiligung ein.

 

Für künstlerische Zwischenspiele sorgen eine Trommlergruppe aus Nieheim-Sommersell unter

Leitung von Kordula Reinhard und Kristin Lehnhardt, Schauspielerin der Kammerspiele Paderborn, die mit Gedichten und Geschichten aus den Ländern des Südens auf die Themen Bildung und Gerechtigkeit einstimmt. Die Intendantin Frau Merula Steinhard-Unselt hatte eigens für diese Veranstaltung die thematische Einstimmung konzipiert.

 

 

Auch Gelegenheit zu einem Imbiss war gegeben, bei denen die Auszubildenden des Hotels Aspethera eine ausgefallene Lachsdekoration und eigene Pralinenkompositionen vorstellten.

 

 

 

 

Weitere Fotos der Podiumsveranstaltung:

Kristin Lehnhardt, Kammerspiele Paderborn
Anwalt des Publikums: Michael Mendelin
Anwältin des Publikums: Silke Otte

Stand im Foyer: InVia Kath. Mädchensozialarbeit Paderborn
Stand im Foyer: Kath. Bildungsstätte Paderborn
Stand im Foyer: Welthaus Bielefeld
Solibrote für Misereor


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