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Diözesankomitee Paderborn gratuliert Kardinal Marx
Erwartungen an den neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz

Paderborn. Mit Spannung hat auch das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn die Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz erwartet. Nach der Wahl des Münchener Erzbischofs Reinhard Marx, der aus dem Erzbistum Paderborn stammt, äußerten sich die Vorsitzenden des Laiengremiums zu ihren Erwartungen an den Neugewählten.

„Wir gratulieren Kardinal Marx - gerade als Paderborner -  ganz herzlich zur Wahl in dieses verantwortungsvolle Amt. Die katholische Kirche in Deutschland hat durch den Dialogprozess und durch die Wahl von Papst Franziskus eine große Dynamik entwickelt. Viele wichtige Diskussionen zu pastoralen und gesellschaftspolitischen Fragen werden geführt. Wir erwarten eine entschlossene Fortführung des Dialogprozesses, der in den nächsten Jahren zu konkreten Ergebnisse und Reformen führen muss“, erklärt Kathrin Jäger, Vorsitzende des Diözesankomitees.

„Die Umfrage zur Familienpastoral hat eine erschreckende Kluft zwischen der kirchlichen Lehre und dem Leben der Menschen gezeigt. Hier ist besonders der Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen ein wichtiger Gradmesser für die Glaubwürdigkeit der Kirche in unserer Zeit. Wir hoffen, dass es gelingt, zu einem glaubwürdigen Umgang mit dieser Frage im Sinne der Barmherzigkeit Gottes zu kommen.“

Ansgar Kaufmann, Vorsitzender des Diözesankomitees, betont die Bedeutung des Dialogprozesses, bei dem sich seit 2011 einmal jährlich Bischöfe, Priester und Laien zu einem intensiven Gespräch treffen. „Der Dialogprozess weist den Weg zu einer stärkeren Beteiligung aller Gläubigen an wichtigen Diskussionen und Entscheidungen. Hinter diese breite Diskussion und den Dialog auf Augenhöhe wird es für die deutsche Kirche keinen Weg zurück geben“, ist Kaufmann überzeugt.

Eine zentrale Aufgabe des Vorsitzenden der Bischofskonferenz werde es aber auch sein, die Stimme der Kirche in die gesellschaftspolitischen Diskussionen um soziale und weltweite Gerechtigkeit und Lebens- und Klimaschutz einzubringen.

Kathrin Jäger ergänzt: „Für die deutsche Kirche sind unserer Meinung nach auch die Aufforderungen von Papst Franziskus drängend, aus der Kirche hinaus an die Ränder der Gesellschaft zu gehen.“  

Schließlich sei eine ganz wichtige Aufgabe für Kardinal Marx, im Dialog mit den unterschiedlichen Richtungen und Auffassungen innerhalb der Kirche zu bleiben und immer wieder das Gemeinsame herauszuarbeiten. Dies gelte in gleiche Weise für die Ökumene, für die man sich auch im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 Fortschritte erhoffe.  


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