Aktuelles
An der Seite der Flüchtlinge
Katholische Laien und Elmar Brok rufen zu aktivem Einsatz auf

 

Paderborn. Mit einem deutlichen Aufruf zur Hilfe und Solidarität mit Flüchtlingen meldet sich das Diözesankomitee der Katholiken im Erzbistum Paderborn zu Wort. Die Vertretung der katholischen Laien in Verbänden und Pfarrgemeinderäten befasst sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Flüchtlinge - aktuell auch bei ihrem Pfingstempfang. Gastredner der Veranstaltung war in diesem Jahr Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlamentes. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses referierte zum Thema „Flüchtlingsströme in Europa“.

 

Elmar Brok machte die weltweite Dimension der Flüchtlingsproblematik sehr deutlich: „Die Situation in der Welt ist vergleichbar mit der Zeit der Völkerwanderung“. Heute seien wir mehr denn je aufgerufen, Menschenleben zu schützen. Dies müsse als oberster Grundsatz gelten, noch bevor gesetzliche Regelungen griffen. Es gelte, die Sensibilität und Akzeptanz für Flüchtlinge zu stärken, vor allem, wenn nur 1,3 Prozent von über 50 Millionen Menschen nach Deutschland kommen. Gleichzeitig forderte Brok eine Erhöhung der Entwicklungshilfe und eine Neuorientierung der Entwicklungspolitik, um auch den Menschen in ihren Herkunftsländern effektiv zu helfen. „Wir müssen jetzt Farbe bekennen und aktiven Einsatz zeigen“ so Brok.

Annika Manegold, Vorsitzende des Diözesankomitees, zeigte sich erfreut über das überwältigende Engagement in Gemeinden und Verbänden des Erzbistums: „Mehr als 250 Personen haben sich im April in Paderborn getroffen, um sich unter dem Titel "Flüchtlinge willkommen?!“ über Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten zu informieren. Dies zeigt, dass viele Christinnen und Christen bereit sind, ganz konkret zu helfen.“

Aber auch der politische Einsatz zum Thema Flüchtlinge sei gefordert, so der Vorsitzende Ansgar Kaufmann: „Wenn Menschen sich auf den gefährlichen Weg nach Europa machen und hoffen, hier ein neues Leben aufbauen zu können, dann müssen wir sie dabei konsequent unterstützen und dürfen keine bürokratischen Hürden aufbauen.“

Das Diözesankomitee hatte sich bereits im März mit seinem Beschluss „Für ein menschenwürdiges Leben junger Flüchtlinge!“ besonders für die vielen Kinder und Jugendlichen eingesetzt, die vor Krieg, Krisen und Armut fliehen.

Neben dem Einsatz für die Flüchtlinge wird sich das Diözesankomitee intensiv in die weitere Umsetzung des Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn einsetzen. Auch dies wurde beim Empfang im Paderborner Forum St. Liborius deutlich. „Das Zukunftsbild des Erzbistums setzt viele neue Akzente, prüft Bisheriges und macht Mut Neues zu wagen. Daran wollen wir uns beteiligen und für das Zukunftsbild und seine Umsetzung werben“ erklärte Annika Manegold.

 

Beim Pfingstempfang treffen sich alljährlich am Freitag nach Pfingsten Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Verbänden, Kirche, Politik und Gesellschaft.  

 

Weihbischof Manfred Grothe zeigte in  seinem Grußwort beim Pfingstempfang die Impulse des Erzbistums zum Thema Flüchtlinge auf und verwies dabei auf den Flüchtlingsfond, bei dem bereits mehr als 100 Gemeinden Anträge zur Unterstützung von Projekten für Flüchtlinge gestellt haben. Er verwies auch darauf dass, die evangelische und katholische Kirche in Nordrhein-Westfalen sich in ihrem gemeinsamen Wort Ende 2015 dafür stark machen, Nordrhein-Westfalen als „Zufluchtsland“ zu sehen und entsprechend zu handeln. Unter dem Titel „Ja, wir sind ein Zufluchtsland - Plädoyer für eine Neuorientierung“ sprechen sie sich für eine neue Haltung zu Flüchtlingen aus.

 

Am Infostand Faire Gemeinde konnten sich die Besucher und Besucherinnen bei den Projektreferentinnen Hildegard Schäfer und Gesche Hausin über die Initiative des Diözesankomitees, des BDKJ und des Erzbistums Paderborn informieren.

 

Vorstandsmitglied Jürgen Fenneker
Jazz Duo Artenvielfalt
Vorstandsmitglieder Michael Hullermann und Nadine Mersch


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