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9. Vollversammlung des Diözesankomitees im Bergkloster in Bestwig am 30.11./01.12.07
Beitritt zur Klimaallianz beschlossen und neuen Fall der Aktion "zugespitzt" vorgestellt

Nicht länger reden, sondern handeln!

 

Bestwig. Am vergangenen Wochenende erwartete rund 30 Delegierte des Diözesankomitees Paderborn ein umfangreiches Arbeits- und Beratungsprogramm. Im Rahmen der neunten Vollversammlung traf sich die Vertretung der Laien im Erzbistum Paderborn im Bergkloster Bestwig. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Themen Klimaschutz und Soziale Gerechtigkeit.

 

„Wir dürfen nicht mehr länger nur über die Maßnahmen zur Verbesserung unserer weltweiten Klimasituation reden, wir müssen nun auch als Einzelne konkret handeln“, so Barbara Funke, Vorsitzende des Diözesankomitees Paderborn, bei der Vorstellung des Leitantrags „Konkrete Schritte gegen den Klimawandel“. „Wir nehmen die Veränderungen des globalen Klimas wahr und stellen uns den Herausforderungen“, so Funke weiter. Das Komitee unterstützt die schon seit vielen Jahren von Gremien im Erzbistum erhobenen Empfehlungen und Forderungen zu nachhaltigem Umgang mit Gottes Schöpfung und Schonung der Ressourcen. Angesichts aktueller Erkenntnisse zur weltweiten Klimaentwicklung und zunehmenden Rohstoffknappheit erhalten diese Forderungen eine neue Priorität.

 

Die Mitglieder des Diözesankomitees unterstützen die „Klima-Allianz" und setzen sich für deren Ziele ein. n diesem Bündnis haben sich beispielsweise die Caritas International, Misereor, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) sowie zahlreiche Verbände aus Ökumene, Naturschutz und Entwicklung zusammengeschlossen. Die Ziele des Bündnisses sind: Verdeutlichung der Notwendigkeit einer Eindämmung des Klimawandels, dem Klimaschutz politisches Gewicht verleihen und der Aufruf an die Gesellschaft zum konkreten Handeln. Die politischen Forderungen der Klima-Allianz wurden in dem Appell „Klimaschutz jetzt" festgehalten (www.die-klima-allianz.de).

 

Im Rahmen der Vollversammlung stellte der Arbeitskreis Arbeit und soziale Gerechtigkeit des Diözesankomitees Paderborn auch die Aktion „zugespitzt“ vor. Weitere Informationen zur aktuellen Aktion „zugespitzt“ unter www.dk-paderborn.de.

Gemeinsam mit Johnny Bruhn-Tripp Arbeitslosenzentrum Dortmund e.V., betrachtete der Arbeitskreis eingehend die Lebenswirklichkeit von Menschen, die von Hartz IV (AG II) leben müssen. „Sie leben millionenfach unter uns, aber ihr konkretes Schicksal bleibt meist unsichtbar. Ihre Situation ist prekär, der Umgang der Gesellschaft mit diesen Menschen skandalös“ schilderte das Arbeitskreismitglied Sigrid Baer das Schicksal der Arbeitslosen-Geld-II-Empfänger.

 

Immer mehr Menschen sind gezwungen bei steigenden Lebenshaltungskosten mit geringerem Einkommen auszukommen. Die Fälle, in denen der Arbeitslohn aus einer Erwerbstätigkeit für den monatlichen Unterhalt nicht ausreicht, häufen sich. Dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse verlieren zunehmend in fast allen Erwerbsbereichen an Bedeutung. Über eine halbe Million Menschen in Deutschland sind auf die Inanspruchnahme sozialer Leistungen, wie beispielsweise ALG II angewiesen, obwohl sie in einem Sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehen. Auch ist die zunehmende Kinderarmut nicht wegzudiskutieren.

 

„Soziale Gerechtigkeit ist nach der katholischen Soziallehre ein grundlegendes Ordnungsprinzip der Gesellschaft. Auch im allgemeinen Verständnis von Menschenwürde zielt soziale Gerechtigkeit auf die Teilhabe aller am Gemeinwohl ab“, so die Vorsitzende Barbara Funke. Das Komitee fordert, dass die Gesellschaft allen Erwerbsfähigen Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, die eine gleichberechtigte soziale Teilhabe ermöglichen. Menschen, für die es keine geeigneten Arbeitsplätze gibt, müssen durch eine Grundsicherung ausreichend finanzielle Mittel erhalten.


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