Aktuelles
Für ein würdevolles Sterben - Gegen Sterbehilfe
Beschluss der Vollversammlung vom 25./26.11.2005

Das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn begrüßt den Beschluss der Konferenz der Justizminister von Bund und Ländern vom 17.November 2005, die den Vorstoß ihres Hamburger Kollegen auf Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Reform des § 216 StGB abgelehnt haben, der die Tötung auf Verlangen unter Strafe stellt.Wir danken den Justizministern, die damit jeder Legalisierung der aktiven Sterbehilfe eine Abfuhr erteilt haben.
 
Wir lehnen die organisierte Sterbehilfe ab, wie sie etwa durch die Aktivitäten des Schweizer Sterbehilfevereins "Dignitas" in unserem Land salonfähig gemacht werden soll. Auch ein von  Krankheit oder Sterben gezeichnetes Leben ist menschliches Leben und damit nicht verfügbar!
 
Dagegen fordern wir den Ausbau und die stärkere finanzielle Förderung der Einrichtungen der  Palliativmedizin und der Hospizarbeit. Hier geschieht Sterbebegleitung durch Zuwendung, durch Schmerztherapie und im Akzeptieren eines natürlichen Todes. Sie führt zu einem würdevollen Sterben!
 
Mit der Deutschen Hospiz Stiftung empfehlen wir, in unserer Gesellschaft die ethischen Aspekte des Rechts auf ein würdiges Sterben zu vermitteln. Dazu gehören auch Informationen über die Möglichkeiten der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Sterbebegleitung. So kann vermieden werden, dass sich die in der Gesellschaft zu beobachtende Akzeptanz vermeintlicher Mitleids-Tötungen ausbreitet.
 
Wir erinnern an ein Wort unseres Bundespräsidenten Horst Köhler:„Nicht durch die Hand eines anderen sollen die Menschen sterben, sondern an der Hand eines anderen.“
 
 

 

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Was raten wir den Räten
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