Aktuelles
Wort zum Neuen Jahr 2009: Als sie den Stern sahen, wurden sie von großer Freude erfüllt

Diese Freude der drei Sterndeuter (Matthäus 2, 10) haben wir am Dreikönigsfest aufgenommen und sie wurde von den Sternsingerinnen und Sternsingern tausendfach mit dem Segen an die Menschen weitergegeben. Wir möchten alle ermuntern, diesen Stern von Bethlehem im neuen Jahr 2009 nicht aus den Augen zu verlieren, der mit der Geburt unseres Mensch gewordenen Gottes in unsere Welt gekommen ist. Gerade weil im Moment viele Menschen die Köpfe hängen lassen, weil „die Wirtschaft“ ins Rutschen gerät und weil auch in der Kirche Gewohntes hinterfragt werden muss, können wir uns so mit dem Blick auf das Wesentliche, mit dem Blick nach vorne, ja mit dem Blick nach oben besser zurecht finden. Folgende Bereiche möchten wir als die „Stimme der Laien“ dabei am Jahresanfang herausstellen:

 

 

Klimaschutz ist kein Schreckgespenst -

Klimaschutz ist ein „Kernstück“ christlichen Handelns

Wir haben uns als Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn vergewissert, dass und wie (noch) Zeit zum Handeln ist. Von der Realität des vom Menschen verursachten Klimawandels, der Erderwärmung und der damit verbundenen Gefahren für hunderte Millionen Menschen auf unserer Erde müssen wir ausgehen! Dies fordert jede Christin, jeden Christen heraus, sich zu überlegen, welche Beiträge sie oder er für den Erhalt von Gottes Schöpfung leistet. Wir haben ganz konkrete Anregungen zur verantwortlichen Gestaltung des Klimawandels für die Gemeinden/Verbände und alle Einzelnen zusammengestellt, sind der „Klima-Allianz“ beigetreten, haben Grundlagen im ZdK und mit anderen christlichen Kirchen erarbeitet und den 12. Schöpfungspreis der Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum ausgeschrieben. Nun können wir nur sagen: Freudig ran ans Werk!

 

 

Der Umbau der Gemeinden ist eine Chance

So langsam begreifen immer mehr Menschen in unserer Kirche, dass die Zeiten der versorgten Gemeinden vorbei sind. Jetzt ist bei uns die Zeit reif für die Umsetzung des Zweiten Vatikanums, wonach wir alle das wandernde Gottesvolk sind, in dem Laien und Priester gemeinsam Kirche sind, in dem jede und jeder Einzelne Mitglied und Bote der Kirche ist. Dabei wird es darauf ankommen, dass in einem Pastoralverbund munteres Leben in den einzelnen Gemeinden erhalten, gestärkt oder neu entstehen wird.

 

Dabei denken wir von der großen Zahl der Menschen her, die ins allgemeine Priestertum aller Gläubigen von Christus gerufen sind. Ein Bischof aus Afrika formulierte kürzlich dazu „Die Gemeinde übt selbst einen großen Teil des Amtes aus“. Er konnte aus den Kirchen des Südens zeigen, wie dort ein Priester „Ausbilderpriester“ ist zur Stärkung der vielen Laien-Leiter im Netzwerk von Gemeinden „als geistlicher Motor, als Spiritual eines weit gespannten Leitungsgefüges“. So ermuntern wir dazu, die jetzt anstehende Weiterentwicklung unserer Gemeindestrukturen positiv mitzugestalten und z.B. gut zu beraten, ob im Hinblick auf die Pfarrgemeinderatswahl am kommenden 7./8.November ein Gesamtpfarrgemeinderat oder ein Pastoralverbundsrat situationsgerecht ist.

 

Im Superwahljahr Wahlen auch zum Diözesankomitee

Wir sind im vierten und damit letzten Jahr der Wahlperiode als Vertretung der Laien und danken für vielfältige Kontakte und Begegnungen im letzten Jahr. In diesem Sommer wird das

Diözesankomitee neu konstituiert. In den Dekanaten werden im Moment die Wahlausschüsse dazu gebildet und bis zum Sommer in der Versammlung der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden je eine Person in das Diözesankomitee gewählt. Neben diesen 19 Delegierten wählen die Verbände des BDKJ, der Erwachsenenverbände und der caritativen Fachverbände je 9 Personen, bevor das neue Diözesankomitee im August zusammenkommt. Die Versammlung wählt bis zu fünf weitere Einzelpersonen. Bis dahin setzen sich alle jetzigen Mitglieder des Diözesankomitees neben ihren vielfältigen Aufgaben für eine kraftvolle Stimme des Laienapostolates ein.

 

Christsein heißt ökumenisch sein

Schon „im nächsten Jahr“ sind wir zum 2. Ökumenischen Kirchentag aller Christinnen und Christen in München am 12.-15.Mai 2010 eingeladen. Gemeinsam mit den Landesausschüssen Westfalen und Lippe unserer Evangelischen Geschwister sammeln wir als Diözesankomitee erste  Vorbereitungsideen. Wir laden ein, hier bei uns in Westfalen mit den evangelischen und auch orthodoxen Christen gemeinsam den Weg nach München zu gehen, die Zeit dahin als gemeinsamen Pilgerweg zu nutzen, z.B. das Vater unser als ökumenische Brücke zu verstehen (s. Handreichung des ZdK vom 1.12.2008), Zeichen der Hoffnung zu sammeln. Gerade der Stern von Bethlehem ist Grund und Zeichen für das Leitwort dieses Kirchentages „Damit ihr Hoffnung habt“ und für unser gesamtes Tun im neuen Jahr 2009.

 

Barbara Funke und Hans-Georg Hunstig beim Katholikentag 2008 in Osnabrück
Unsere aktuellen Impulse und Anregungen sind zu finden unter www.dk-paderborn.de, für weitere Informationen sind wir erreichbar unter 05251/2888419 oder Am Busdorf 7, 33098 Paderborn.

 

 

Wir hoffen auf ein bewegendes Jahr 2009, für das ER uns den Stern an den Himmel gesetzt hat.

 

 

Barbara Funke und Hans-Georg Hunstig

Vorsitzende des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn

 


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