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Es geht nur gemeinsam – Schritt für Schritt
Paderborner Delegation zieht erste Bilanz der vierten Tagung des Dialogprozesses

Ermutigt durch den intensiven Austausch und die spürbare Bereitschaft zu Reformen kehrt die Delegation des Erzbistums Paderborn von der vierten Tagung im Rahmen des Dialogprozesses aus Magdeburg zurück.

Seit 2010 lädt die Deutsche Bischofskonferenz einmal jährlich etwa 300 Delegierte aus allen Bistümern, aus Orden und geistlichen Gemeinschaften, aus Verbänden und aus der Theologie ein, um über die Situation und den Reformbedarf  der katholischen Kirche zu sprechen.

Das diesjährige Thema „Ich bin eine Mission – Heute von Gott reden“, das durch das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium – Freude am Evangelium“ von Papst Franziskus inspiriert wurde, bot einen guten Ausgangspunkt für den intensiven Austausch in den wechselnden Arbeitsgruppen.

Geprägt war auch diese Veranstaltung wieder von ernsthaften Gesprächen und einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den Bischöfen über die Zukunft des Glaubens in Deutschland. Darüber sind sich Ansgar Kaufmann, Vorsitzender des Diözesankomitees, und Pfarrer Karl Hans Köhle vom Vorstand des Priesterrates einig.

„Die angekündigten Veränderungen im Bereich des kirchlichen Arbeitsrechtes erwarten wir mit großer Hoffnung“, so Ansgar Kaufmann. Dies gilt auch für eine Stellungnahme zum Thema „Wiederverheiratete Geschiedene“, die die Bischofskonferenz beraten und verabschiedet hat und die sie im Oktober in die in Rom stattfindende Bischofssynode einbringen wird.

v.l.: A. Manegold, M. Meermeier, K. Stieneke
„Es geht nur gemeinsam – Schritt für Schritt“ – dieses Resümee eines Teilnehmers  in der Abschlussrunde in Magdeburg teilt auch die Paderborner Delegation. Gerade im Hinblick auf das Thema „missionarische Kirche“ gehe es um eine Veränderung im Selbstverständnis hin zu einer hörenden und dienenden Kirche. Welche Sprache, welche Haltung und welches Handeln braucht es, um den Menschen von heute die froh machende Begegnung mit Jesus Christus zu ermöglichen? Gerade der Veranstaltungsort Magdeburg stehe für die Minderheitensituation der Christen, aus der heraus sie aber selbstbewusst und mit missionarischen Akzenten Zeichen setzen könnten.

Die BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold hebt positiv die Zusage der Bischöfe zur konsequenten Förderung von Frauen in Leitungspositionen hervor. „Hier ist es an der Zeit, dass die Kirche auf allen Ebenen gegenüber den vielen engagierten und kompetenten Frauen Zeichen setzt.“

Abschluss-Statement von Kardinal Marx
Nach wie vor gibt es bei vielen Teilnehmenden des Gesprächsforums die Erwartung weiterer deutlicher Veränderungen und die baldige Veröffentlichung konkreter Schritte. Dazu wird es bei der Abschlussveranstaltung des auf fünf Jahre angelegten Prozesses im kommenden Jahr Gelegenheit geben. Dann wollen die Telnehmenden in Erinnerung an das Endes des II. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren und der Synode der deutschen Bistümer vor 40 Jahren zusammenfassend nach außen tragen, wie "Im Heute glauben" – so die Überschrift des Dialogprozesses – gelingen kann. Die Ideen und Ergebnisse des Dialogprozesses möchte die Delegation auch im Erzbistum Paderborn auf allen Ebenen in die Diskussion einbringen.    

v.l.:K.H.Köhle, H.G.Hunstig, Dr.P.Witte, J.Schäfers, A.Kaufmann, K.Stieneke, M.Meermeier, S.Schwammborn, A. Manegold, Weihbischof Grothe
Die Paderborner Delegation setzt sich zusammen aus Weihbischof Manfred Grothe für die Bistumsleitung sowie Ansgar Kaufmann (Vorsitzender Diözesankomitee (DK), ZdK-Mitglied), Pfarrer Karl Hans Köhle (Vorstand Priesterrat, Studentenseelsorger Siegen), Dr. Peter Witte (DK-Vorstand, Diözesansprecher Pax Christi), Vikar Simon Schwammborn (Mitglied Priesterrat, DPSG-Diözesankurat), Marlis Meermeier (DK-Mitglied, kfd-Diözesanvorsitzende), Hans-Georg Hunstig (DK-und ZdK-Mitglied), Annika Manegold (DK-Mitglied, BDKJ-Diözesanvorsitzende), Johannes Schäfers (Diözesanstelle Berufungspastoral) und Karin Stieneke (Geschäftsführung DK).

  


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