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Auf dem Weg zu einer Kirche der Teilhabe
Paderborner Delegation ist vor dem Abschluss des Dialogprozesses optimistisch

Paderborn/Dortmund.  Wenn das letzte Treffen des fünfjährigen Dialogprozesses in der Katholischen Kirche am kommenden Wochenende in Würzburg stattfindet, ist auch wieder eine zehnköpfige Delegation aus dem Erzbistum Paderborn dabei.

Neben dem emeritierten Weihbischof Manfred Grothe, der gleichzeitig noch als Apostolischer Administrator im Bistum Limburg dabei ist, haben der Priesterrat und das Diözesankomitee Delegierte benannt, die an den Abschlussberatungen des Dialogprozesses teilnehmen werden. Vom Priesterrat werden Pfarrer Karl-Hans Köhle aus Siegen, DPSG-Diözesankurat Simon Schwamborn und Gemeindereferentin Michaela Labudda aus Unna entsandt. Für das Diözesankomitee, die Vertretung der Laien aus Gemeinden und Verbänden, werden die Vorsitzenden Annika Manegold und Ansgar Kaufmann, Vorstandsmitglied Nadine Mersch, Marlis Meermeier von der kfd und die ZdK-Mitglieder Hans-Georg Hunstig und Markus Ziganki an den Beratungen teilnehmen.

Bei einem Vorbereitungstreffen in Dortmund zogen die Paderborner eine insgesamt zufriedene Bilanz des Dialogprozesses. Annika Manegold: „In den letzten Jahren hat sich in der katholischen Kirche in Deutschland viel bewegt. Es gibt eine sehr offene Gesprächskultur über Fragen des Glaubens und der konkreten Gestaltung der Kirche“. Und Karl-Hans Köhle ergänzt: „Der Gesprächsprozess ist tatsächlich ein wichtiger Beitrag zur Erneuerung der Katholischen Kirche in Deutschland. Die aktuellen Beschlüsse der Deutschen Bischofskonferenz zu einem erneuerten Arbeitsrecht, ihr Vorstoß zu einem neuen Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen und die von den Bischöfen formulierten Ziele zu größerer Geschlechtergerechtigkeit in kirchlichen Einrichtungen sind auch den Diskussionen im Dialogprozess zu verdanken.“

Auch bei anderen Themen sei der Wille zur Erneuerung spürbar. Hier stünden konkrete Beschlüsse jedoch noch aus. „Kollegiale Leitungsmodelle, eine Erneuerung der liturgischen Kultur mit mehr Mut zu Experimenten und der Wiederentdeckung des Reichtums der Liturgie sind Beispiele hierfür“, erläutert Ansgar Kaufmann.

Nadine Mersch ergänzt: „Gerade angesichts der aktuellen Flüchtlingsentwicklung ist auch eine Ausweitung des diakonischen Engagements auf allen Ebenen de Kirche nötig. Hierzu gab es im Dialogprozess eine große Übereinstimmung, die sich ja auch im Engagement in vielen Gemeinden und Verbänden deutlich zeigt.“

Die Paderborner Delegierten begrüßen ausdrücklich, dass der Dialogprozess in Form eines Konvents im zwei- bis dreijährigen Rhythmus fortgeführt werden soll.

„Anfangs gab es die Sorge, dass der Dialogprozess folgenlos bleiben würde. Heute können wir deutlich sagen, dass der Prozess sich gelohnt hat. Die Katholische Kirche des Jahres 2015 ist eine andere als diejenige des Jahres 2010. Einiges ist bereits beschlossen, vieles andere auf dem Weg“, ist Hans-Georg Hunstig optimistisch für die weitere Entwicklung.    

Hinzu komme, dass der Dialogprozess durch die Impulse und die begeisternde Art von Papst Franziskus ebenso vorangetrieben werde, wie durch die Entwicklung in den Diözesen, in Paderborn speziell durch die Umsetzung des Zukunftsbildes.      

Gemeinsam formulieren die Delegierten ihre Hoffnung: „Wenn wir Verkrustungen aufbrechen, Energie und Potentiale freisetzen, auf die Charismen in der Kirche schauen, Frömmigkeit und Gottvertrauen leben, dann wird die Kirche eine neue missionarische Kraft entfalten. Davon sind wir mit Papst Franziskus überzeugt.“             

Foto v.l.: Karl-Hans Köhle (Vorstand Priesterrat), Ansgar Kaufmann, Mitte (Vorsitzender DK), Markus Ziganki, hinten (ZdK-Mitglied), Annika Manegold (Vorsitzende DK), Hans-Georg Hunstig (ZdK-Mitglied), Michaela Labudda, vorn (Gemeindereferentin), Nadine Mersch (Vorstand DK), Marlis Meermeier (DK, kfd-Diözesanvorsitzende).

Es fehlen Weihbischof em. Manfred Grothe und Simon Schwamborn (Priesterrat, dpsg-Diözesankurat)


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