Beschlüsse
Aktionsbündnis gegen Aids
Diözesankomitee beschließt Beitritt

Das Diözesankomitee tritt dem Aktionsbündnis gegen Aids bei.
 
 
Beschluss der Vollversammlung vom 01.04.2006
 
 
 
 
 
Hintergrund:
 
AIDS ist eine der größten Katastrophen der Menschheit – 40,3 Millionen Menschen sind weltweit infiziert, besonders im südlichen Afrika, denn die Krankheit lässt sich nicht von den Faktoren Armut und Zugang zur Gesundheitsversorgung trennen.
 
Die Sorge um die Erkrankten, aber auch die Eindämmung der Krankheit ist ureigenes Anliegen der Kirche, dies betont auch Papst Benedikt XVI in seiner Enzyklika „Deus Caritas est“. Weltweit wird jede/r vierte AIDS-Krake von Menschen der katholischen Kirche gepflegt.
 
Trotzdem ist das Bewusstsein in Deutschland über Ausmaß der Epidemie noch gering. Zudem ändern sich viele Faktoren, wie der Zugang zu Medikamenten, nur sehr langsam. Daher haben Institutionen und Gruppierungen vor allem der Katholischen Kirche zusammen mit den evangelischen Landskirchen vor zwei Jahren das „Aktionsbündnis gegen AIDS“ gegründet. Über 70 deutsche Organisationen sowie mehr als 200 Basisgruppen aus der ganzen Bundesrepublik sind bereits Mitglied. (www.aids-kampagne.de)
 
Das Aktionsbündnis fordert konkret von der Bundesregierung, den deutschen Beitrag gegen die Epidemie auf jährlich 700 Millionen Euro bis 2007 zu erhöhen. Damit soll Deutschland einen seiner internationalen Rolle angemessenen Beitrag auf dem Weg der globalen angestrebten Zielmarke von 14,9 Milliarden Dollar bis 2007 leisten. Weiterhin fordert das Bündnis von der pharmazeutischen Industrie, lebensnotwendige Medikamente für die Behandlung von HIV-Infizierten in ärmeren Ländern zum Produktionspreis abzugeben und Ausnahmen vom strikten Patentschutz in Form von Zwangslizenzen und Parallelimporten zuzulassen.
 
Ein Beitritt zum Aktionsbündnis ist kostenlos und hilft, Bewusstseinsarbeit in Deutschland zu unterstützen und politischen Druck zu erhöhen, der notwendig ist, um AIDS einzudämmen. Zudem stärkt er einzelne Aktionsgruppen, die sich in unserem Erzbistum schon seit längerem mit diesem Thema beschäftigen, den Rücken.

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